Verspannungen und Stress? Das Zwerchfell, unser primärer Atemmuskel, wird bei Ausdauersportler:innen oft stark beansprucht. Dies führt zu Verspannungen und – noch viel schlimmer – das allgemeine Stresslevel steigt erheblich. Hier erfährst du, wie du das Zwerchfell gezielt entspannst, indem du Triggerpunkte löst. So wird deine Atmung wieder effizient und dein allgemeines Stresslevel sinkt. Mit dieser einfachen Technik kannst du dich entspannen und deine sportliche Leistung verbessern.
Die Rolle des Zwerchfells für deine Atmung und Beweglichkeit
Das Zwerchfell spielt eine entscheidende Rolle in der Atmung und für die Stabilität deines Rumpfes. Es spannt sich bei jedem Atemzug an und zieht den Beckenboden nach unten, was Druckunterschiede zwischen Brust- und Bauchraum erzeugt. Diese Druckregulation ermöglicht eine stabile Körperhaltung und schützt die Wirbelsäule. Wird die Atemmuskulatur jedoch dauerhaft überbeansprucht, wird die Atmung ineffizient und das allgemeine Wohlbefinden leidet.
Die Folgen von Verspannungen im Zwerchfell
Bei intensivem Sport kann sich das Zwerchfell verspannen, wodurch das allgemeine Stresslevel im Körper steigt. Zudem führt eine unzureichende Ausrichtung von Brustkorb und Becken zu Zugkräften, die das Zwerchfell zusätzlich belasten. Diese Verspannungen im Zwerchfell lösen einen „Fight-or-Flight“-Zustand aus, der nicht nur Entspannung und Schlaf beeinträchtigt, sondern auch die Atemkapazität einschränkt.
- Ineffiziente Atmung: Verspannungen reduzieren den Atemfluss.
- Instabile Wirbelsäule: Weniger Druckaufbau im Bauchraum.
- Erhöhtes Stresslevel: Ein verhärtetes Zwerchfell aktiviert den Sympathikus, was die Entspannung in anderen Körperregionen ebenfalls erschwert und die Schmerztoleranz senkt.
Triggern des Zwerchfells zur Entspannung und Stressreduktion
Das gezielte Bearbeiten der Triggerpunkte im Zwerchfell kann dir helfen, Verspannungen zu lösen und dein Stresslevel zu senken. Die gezielte Stimulation des Zwerchfells aktiviert den Parasympathikus, der für Entspannung und Erholung verantwortlich ist.
Vorbereitung und richtige Positionierung
Das Zwerchfell lässt sich am besten aus der Bauchlage heraus triggern. So findest du die optimale Triggerposition:
- Triggerpunkte finden: Platziere zwei gleich große Trigger (z.B. Bälle oder Trigger-Tools) direkt unterhalb des Brustkorbs, entlang einer Linie zwischen den Brustwarzen und ein kleines Stück zur Körpermitte hin. So erreichst du beide Seiten des Zwerchfells.
- Druckintensität steuern: Die Tiefe der Atmung reguliert die Intensität des Drucks. Je tiefer du ein- und ausatmest, desto energischer wirkt die Akupressur auf die Verspannungen im Zwerchfell.


Automatische Mobilisierung durch den Atemvorgang
Das Besondere am Triggern des Zwerchfells ist, dass die Mobilisierung durch den Atemvorgang von selbst stattfindet. Mit jedem Atemzug wird das Zwerchfell bewegt, was Scherkräfte erzeugt und die Faszien lockert. So kannst du die Entspannung vertiefen und Verspannungen lösen, ohne zusätzliche Bewegungen auszuführen.
Hinweis: Je tiefer du atmest, desto intensiver wirkt der Druck auf das Zwerchfell. Diese Technik unterstützt die Tiefenwirkung der Akupressur und erleichtert das Lösen tiefer Verspannungen.
Die Wirkung des Triggerns auf dein Stresslevel
Durch das Triggern des Zwerchfells wird der Parasympathikus aktiviert, der den Körper in einen Entspannungsmodus versetzt. Ein entspanntes Zwerchfell senkt das Stresslevel und fördert erholsamen Schlaf. Diese gezielte Entspannung unterstützt dich dabei, dein Training mit geringerer Belastung durch Muskelverhärtungen und erhöhte Anspannung fortzusetzen.
Verspannungen im Zwerchfell können deine sportliche Leistung und Erholung beeinträchtigen. Durch gezieltes Triggern und tiefe Atemzüge kannst du den Atemmuskel entspannen, deine Atmung verbessern und dein Stresslevel senken. Probier diese Technik aus und spüre die positive Veränderung in deiner Atmung und deinem Wohlbefinden!
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